Über den Dächern ist keine Ruhe mehr
Über den Dächern ist keine Ruhe mehr
Bis weit in die Landschaft reicht der Terror...
Bis weit in die Landschaft reicht der Terror...
Der Ortsrand von Simmern wird ebenfalls nicht verschont.
Der Ortsrand von Simmern wird ebenfalls nicht verschont.

Energiewende – Windkraftanlagen bis der Arzt kommt!

 

Was sich derzeit in verschiedenen Regionen Deutschlands abspielt muss man schlichtweg einen Skandal nenne. Unter dem Deckmantel der Energiewende wird das größte Umverteilungsprogramm von “unten nach oben“ praktiziert.

Der Ausstieg aus der Atomkraft wurde der deutschen Bevölkerung als alternativlose Notwendigkeit verkauft, dabei ist es ja auch scheinbar leicht eingängig, dass die Gefahren der Atomkraft latent vorhanden sind und uns gefährden.

Dagegen scheint es wesentlich ungefährlicher und unproblematisch wenn man einfach ein paar Windräder in die Landschaft stellt um damit vermeintlich unsere Energieprobleme auf saubere und nachhaltige Weise zu lösen.

Jedoch wie meist in Deutschland bewegt man sich von einem Extrem ins andere. Windenergie gilt als sauber und unbelastet deshalb kann man diese neue Segnung der Zeit dem Bürger unbedenklich zumuten. Wer hat schon den Mut, die Zeit und den Sachverstand um die Probleme dieser Energietechnik aufzuzeigen wo doch die Schreckenszenarien der Atomkraft über jeder evtl. berechtigten Diskussion wie ein Damoklesschwert schweben.

 

Stattdessen haben die neuen Retter dieser Welt insbesondere in Form der “Grünen“ diese Energiewende als ihr neues Steckenpferd erfunden und versäumen nicht bei jeder Gelegenheit den unmündigen Bürgern klarzumachen, dass es zur Rettung kommender Generationen alternativlos ist diese Windmühlen nunmehr massenhaft auch in Wald und Feld zu versetzen.

Dabei wird der s.g. Ökostrom unter Missachtung von Mensch und Natur ohne Rücksicht auf Verluste in immer größeren Windkraftfeldern produziert.

Die unteren Bevölkerungsschichten unserer Gesellschaft dürfen die horrenden Kosten des Ökostroms mit der festgesetzten EEG - Umlage finanzieren, wobei man darauf achtet, dass die Industrie von diesem Kostenanteil befreit wird.

Es handelt sich dabei um eine unglaubliche Umverteilung von unten nach oben, auf Kosten der Schwachen innerhalb dieser Gesellschaft.

Einige wenige werden mit Milliardensummen begünstigt und die breite Masse darf die Zeche bezahlen, wobei auch noch die Landschaft und Natur in unverantwortlicher Weise ruiniert und ökologisch dauerhaft geschädigt wird.

Wer unter diesen Umständen noch diese Parteien wählt, der kann nur zu den Klienten gehören die von diesen unsäglichen Entscheidungen profitieren, oder denen unsere Umwelt völlig egal ist.

Der Begriff Ökostrom ist die größte Lüge unserer Zeit!

 

Windkraftanlagen der neuen Generation !

 

200 m Riesen im Anmarsch auf Wendershagen
200 m Riesen im Anmarsch auf Wendershagen

 

Nachdem das Land NRW unter der rot-grünen Landesregierung die Förderung der erneuerbaren Energien an die Spitze ihres Handelns gestellt hat, ist man bestrebt, bis zum Jahr 2015 etwa 30 Prozent  des Stromverbrauchs mittels Windkraft zu erzeugen.

Somit ist klar, dass es in den kommenden Jahren zu einem Windkraft-Boom kommen muss um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Windkraftanlagen müssen dann auch in Waldgebieten gebaut werden, da schon allein durch die Abstandsflächen zur Bebauung nur ein begrenzt Zahl von Anlagen -Standorten umgesetzt werden kann.

 

Wenn man die Daten aller Befragungen im Land heranzieht, muss man akzeptieren, dass die Mehrheit der Bevölkerung diesen Weg der Nutzung regenerativer Energien unterstützt, gleichzeitig ist aber auch festzustellen, dass diese Technik erheblich Probleme in der Umsetzung mit sich bringt.

Die Windkraftanlagen müssen, um im Binnenland wirtschaftlich arbeiten zu können, eine Anlagenhöhe von um die 200 m erreichen, nur so ist sichergestellt, dass die hohen Leistungswerte von heute 3 -7 MW/a überhaupt zu realisieren sind.

 

Diese Ausmaße stellen natürlich eine große visuelle Belastung für unser Landschaftsbild dar, zumindest unsere heutige Generation hat damit teils große Akzeptanzprobleme, zukünftige Generationen die mit diesen Rädern heute aufwachsen, werden sich damit sicherlich nicht so schwer tun. Außer der visuellen Beeinträchtigung entstehen aber auch unmittelbare Schäden am Naturhaushalt, in Fauna und Flora muss zum Teil mit erheblichen Schäden und letalen Auswirkungen gerechnet werden. Deshalb ist es besonders wichtig die Standortfrage der Windfelder und Anlagen im Vorfeld genau zu prüfen und zu hinterfragen, nur so können die unvermeidlichen Schäden an Mensch und Natur minimiert werden.

 

Wichtig wäre es auch, dass die Windkraft weitgehend in „Bürgerhand“ umgesetzt würde, leider ist dies aber nur selten der Fall denn wenn der Bürger vor Ort unmittelbar von der Stromerzeugung profitieren würde wären auch die Akzeptanzprobleme nicht so aktuell.

 

Natur- und Artenschutz müssen auf jeden Fall bei der Planung der Anlagen frühzeitig eingebunden werde um die dort vorliegenden Erkenntnisse für eine verträgliche Standortwahl zu nutzen.

 

Wenn in einer Demokratie die Mehrheit der Bevölkerung die Windkraft zur Erzeugung regenerativer Energien nutzen will so müssen sich auch die Gegner dieser Technik letztendlich damit abfinden, d.h. aber nicht, dass man deren Bedenken und Einwendungen grundsätzlich “über Bord“ wirft, sondern in einer sorgfältigen Abwägung aller Belange einen Weg findet der größt möglichen Erfolg für die Energiegewinnung, ebenso aber auch kleinstmögliche Probleme bzw. Schäden am Naturhaushalt anrichtet.

Über allen Gipfeln ist Ruh !

 

 

 

Es ist gut das Goethe unsere Zeit nicht mehr erleben muss, denn seine Worte werden heute ad absurdum geführt!

Leider sind weder die Gipfel noch die Wipfel vor den industriellen Windanlagen sicher, dabei wird die Ruhe geopfert und der Artenschutz spielt kaum noch eine Rolle.

Die Wälder werden dem ungebremsten Kommerz einiger weniger geopfert und die Bürger in ihrer Mehrheit zu den treuglaubenden Zahlmeistern degradiert.

Dies alles unter dem Deckmantel der Energiewende, die nur dazu dient einige Wenige immer reicher zu machen und die Mehrheit der Bevölkerung muss die Kosten und Lasten tragen, ohne das auch nur irgendein positiver Effekt für sie spürbar wäre.

Jede weiter Windanlage wird die Kosten  in die Höhe treiben und die Versorgungssicherheit massiv gefährden, schon heute wissen die verantwortlichen Netzbetreiber kaum noch den Flatterstrom der Windkraft mit den gleichmäßigen Spannungsanforderungen der Netze in Einklang zu bringen.

Man kann nur hoffen, dass es bald zu den unweigerlich bevorstehenden Netzblackout´s kommen wird, damit die Politik und die Bürger endlich am eigenen Leibe spüren in was für eine Falle uns diese Energiewende führt.

Nicht das wir schon heute deutlich zu viel Strom verbrauchen, es muss nun auch noch der Individualverkehr auf Elektizität umgestellt werden, was mit abenteuerlichen gesundheitlichen Risiken aus dem heutigen Verkehr der Otto-Motoren begründet wird. Dabei gibt es keinerlei haltbare und verifizierbare Studien oder Nachweise die eindeutig diese Schädlichkeit bzw. die letalen Gefahren für die Menschheit belegen.

Eines ist aber als Sicher anzunehmen, dass die Windkraft die größte finanzielle Umverteilung von untern nach oben bewirkt und damit der ärmere Teil der Bevölkerung noch ärmer wird und die Investoren und ihre willfährigen Anhängsel entsprechend reicher.

 

Windpark Knippen - den Bogen überspannt !

 

Windpark Knippen - den Bogen überspannt !

Am "Windpark Knippen" bei Freudenberg kann man sehen, was passiert wenn man die geltenden Gesetze, Richtlinen und den "Stand der Technik" im Bereich des Natur und Artenschutzes bei der Planung und Genehmigung von Windkraftanlagen außer acht lässt bzw. ignoriert.

Dann muss letztendlich das Oberverwaltungsgericht die Planung- und Genehmigung außerkraft setzen und die drei Windkraftanlagen stehen als Torso in der Landschaft.

Sollte das fehlerhafte Handeln nicht "heilbar" sein, müssen die drei Türme und Fundamente wieder rückgebaut werden und es wäre damit ein großer finanzieller und Image - Schaden verbunden. 

Insbesondere die Windkraft im Wald bietet viele Fallstricke im Bereich des Natur- und Artenschutzes, und die Verwaltungs-gerichte haben erkannt, dass es dem "Thema" nicht gerecht wird, wenn man die Projekte einfach so durch winkt. Zunehmend werden die Forderungen des Artenschutzes in zunehmendem Maße berücksichtigt und damit versucht einen Kompromis zwischen Windkraft und Artenschutz zu erziehlen.

Nach dem ersten Urteil des OVG - Münster wurden die Arbeiten eingestellt, gegen Ende 2017 hat das VG - Arnsberg die Baugenehmigung wieder freigestellt und die Betreiber haben zu Beginn des Jahres 2018 wieder mit dem Weiterbau des drei Anlagen begonnen.

Aufgrund eines erneuten Einspruchs beim OVG - Münster wurde nunmehr die Baumaßnahme wieder stillgelegt, die Arbeiten liefen jedoch weiter, weil der Kreis Siegen als Genehmigungsbehörde scheinbar nicht in der Lage war die Baustelle zeitnah stillzulegen.

So wurde trotz bestehender Stilllegungsverfügung seitens der Baustellenbetreiber noch schnell gegen Abend, in der Dunkelheit, alle drei Flügel der Anlage angebracht und eine Anlage somit vervollständigt.

Nunmehr steht die Forderung des Kreises im Raum die Flügel wieder abzubauen, was aber seitens der Firma dadurch verhindert wurde, dass man den Spezialkran schnellst möglich wieder abgebaut hat.

Somit steht derzeit ein komplettes Windrad in der Landschaft sowie die zwei verbliebenen Türme in halber Bauhöhe.

 

Windkraftanlagen "Knippen"
Windkraftanlagen "Knippen"

Es wird hier interessant sein zu beobachten wie das bisherige Chaos seinen weiteren Verlauf nimmt.

 

 Reiner Jacobs

Vertrauensmann für Artenschutz


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